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Das Schild würde
gut in die Lücke von 1693/94 passen. Gründe:
1.) Flittard wird auch bei Peter Schmitz mit
ie (Fliettert, Fliedert)
geschrieben (1692/93).
2.) Das Schild ähnelt dem von Gottschalck Hansen
(1694/95) sehr (Schreibweise der Buchstaben, Sternchen zwischen den Worten,
Randverzierungen.)
Obwohl Schlimgen eindeutig ein Flittarder Familienname ist, taucht ein
Joh. Schlimgen als Erwachsener nicht im Flittarder Kirchenbuch auf. Weder als
Pate, noch sonstwie.
Als Träger des Namens Gerhard von Flittard kommt für die Zeit vor 1700
eigentlich nur Gerhard Kautz, der Pächter des Flittarder Fronhofes in Frage
(geb. um 1634, gest. 27.11.1696).
Thomas Schmitz schreibt im Januar 2007:
Johann Schlimgens Schwiegersohn, Johann Roggendorf, machte 1677 ein Näherrecht
auf ein Haus und Hof zu Flittard und 3,5 Morgen Land gegen Kilian Vogel
geltend. Er behauptete, daß er aufgrund näherer Verwandtschaft zum Vorbesitzer
einen Vorrang habe. Bei den Verhandlungen vor dem Flittarder Hofgericht wurden
genealogische Zusammenhänge bis in die 1620er Jahre aufgerollt, s. Jahrbuch
Rechtsrheinisches Köln, Band 27, S. 163, Nr. 819.
Es ging um die Herkunft des Besitzes als Erbe von Wilhelm Bomberg. Roggendorf
brachte auch ein Attest über seine Verwandtschaft mit. Er führte aus, daß die
Enkelin Bombergs, Helena, und ihr Mann Arndt Olrich ihn 1630 an Johann
Schlimbgen, den Schwiegervater Roggendorfs, verkauft hatte. 1679 erhielt
Roggendorf die Güter zugesprochen.
Bei Johann Schlimgen könnte es sich um den bisher nicht zugeordneten
Flittarder Schützenkönig handeln. Im Silberschatz der Bruderschaft liegt ein
Königsschild ohne Jahreszahl. Darauf sind die Namen Johann Schlimgen und
Gerhard von Flittard eingraviert. Wenn man davon ausgeht, daß der Schild von
Theodor Clef tatsächlich der älteste überlieferte ist, müsste Johann Schlimgen
entweder 1667 oder im Zeitraum von 1669 bis 1675 Schützenkönig gewesen
sein. |