Schützenfest in Flittard. Das ist anders...
Schützenfest in Flittard. Das ist anders, als anderswo. Das ist besonders! Wir feiern 2013 das 232.te bekannte Schützenfest unserer Geschichte und wollen unseren 231.ten König ausschießen. Kommen Sie doch auch! Bei uns wird König, wer über ein sicheres Auge und eine ruhige Hand verfügt, wer also gut mit der Donnerbüchse schießen kann. Eine ordentliche Portion Gück gehört aber auch dazu, schließlich ''will sich der Vogel seinen König selbst suchen''. Hier wird nicht vorher besprochen oder festgelegt, wer König wird. Wer den letzten Span des Vogel von der Stange schießt, läßt sich vorher nicht festlegen. Wie denn auch?
Der Höhepunkt des Schützenfestes ist also das
Ausschießen des neuen Schützenkönigs
Aber auch sonst ist einiges los bei unserem Schützenfest.
Schützenfestsamstag
Wir schießen bereits am Samstag Kükenkönig, Schülerprinz und
Jungschützenkönig aus. Auch das sind spannende Wettbewerbe der
Nachwuchsschützen. Schauen wir mal, wie so ein Schützenfest
abläuft:
Zum Schießen des Kükenkönig wird eine Spielzeugarmbrust, die
Plastikpfeile mit Saugnapf verschießt, verwendet.
Der Jungschützenmeister kümmert sich um die Lose.
Ein Wettbewerb mit
Herz und Begeisterung bei den jüngsten der Schützen. Die Küken
sind begeistert, mit Spaß und Energie bei der Sache und sie
entwickeln hier Lust auf mehr Schützenwesen.
Das Schülerprinzenschießen wird mit Luftgewehr auf einen
Sperrholzvogel durchgeführt. Es ist schonmal der Wettbewerb, der
am längsten dauert. Auch der Vogel der Schülerprinzen hat Kopf
mit Krone, zwei Flügel und einen Schweif, die zunächst
abgeschossen werden. So werden die 3 Ritter des Schülerprinzen
ermittelt.
Das Jungschützenkönigsschießen erfolgt mit Kleinkalibergewehren auf
einen Holzvogel. Auch dies ein spannender Wettbewerb.
Gegen 19:45 ist die Siegerehrung für Kükenkönig, Schülerprinz und
Jungschützenkönig. Die Schützenprominez versammelt sich dazu auf
der Bühne. Orden, Kuvert und Band für den Rock werden den neuen
Majestäten überreicht. Der Kommandant Peter Kissel bittet dann um
das Antreten morgen um 9 Uhr pünktlich um insbesondere gemeinsam den
''Herrjott zo besöke''. Am Ende der Pützlachstraße wird angetreten,
damit unter all den vielen Fähnchen durchmarschiert werden kann. Es
geht einen gewundenen Weg durch Flittard mit einer Bierpause bei der
Karnevalsgesellschaft an der Narrenburgzur Hubertusstraße. Hier ist
der große Zapfenstreich mit dem Tambourkorps der Stammheimer und dem
Musik-Corps Köln-Flittard. Weiter geht es die Pützlachstraße lang
zum Schützenplatz. Kurze Ansprache von Thomas Schmitz, dem
Brudermeister. Dann wird noch etwas auf die Dunkelheit und auf das
Höhenfeuerwerk gewartet, welches dann um 22:50 startet.
Schützenfestsonntag
Um 6 Uhr weckt schonmal eine Kapelle das Dorf mit Blasmusk. Mann ist
das früh! Um 9 Uhr ist Antreten beim Kommandanten. Um 10 Uhr beginnt
die Festmesse. Es zelebriert der Präses Michael Cziba, es dient eine
Mischung aus alten und jungen Schützen. Vor der Kirche wird
angetreten. Die rheinisch-bergischen Musikanten spielen den
Präsentiermarsch für die Fahnen, dann für den König. Wir
marschieren zum Schützenplatz. Es folgt die übliche kurze (und
witzige) Ansprache von Brudermeister Thomas Schmitz, der sich bedankt
und auf das folgende Programm des Tages hinweist, nicht ohne zu
bitten, jeder möge doch ein Königsvogellos nehmen. Der
Schützenkönig bringt sein vorletztes Hoch auf die Bruderschaft und
ihre Frauen auf. Es folgt der übliche Betrieb mit Schießen, Runden
und Klaaf.

Bilder vom Schützenfest 2001
Um 15 Uhr startet der Hauptfestzug. Die Gruppen nähern sich, wie
üblich von der Hubertusstraße. Vor der Kirche ist die Parade,
wo auch die Flittarder Schützen stehen. Am Ende des Zuges ordnen
sie sich hinter den beiden Kapellen ein, die die Parade gespielt
haben. Es geht wieder bunt durch Flittard.
Am Schützenplatz folgt eine kurze Begrüßung durch den
Brudermeister. Es folgt das ''Gebet'' (Ich bete an die Macht der
Liebe) und der Gruß an unsere rheinische Heimat und unser
Vaterland, die Nationalhymne. Das Musik-Corps Köln-Flittard
spielt zusammen mit allen anwesenden Kapellen: Gruß an
Würzburg (oder so).

Das ist ein Bild des Königsvogels von 2000. Ein 16kg schwerer Klotz Pappelholz.
Schützenfestmontag: Königsvogelschießen
Um 9:00 Uhr ist Antreten beim Kommandant Peter Kissel. So langsam sammeln sich die Schützen. In der Garage gibt es Brötchen und Kaffee. Um 09:25 wird dann angetreten. Präsentiert für die Fahnen. Es geht zur Sparkasse, unserem Hauptsponsor. Kommandant und Brudermeister gehen kurz rein zur Begrüßung. Dann wird der König, die Königin und die Frauen abgeholt. Weitermarsch zur Kirche. Präses Michael Cziba zelebriert die Messe. Dann ist das letzte Antreten für den alten König. Marsch durch die Hauptstraße bis ans Ende, dann zurück durch die Pützlachstraße zum Schützenplatz. In der Halle folgt die Ansprache von Brudermeister Thomas Schmitz. Er bedankt sich bei dem scheidenden Königspaar, den Messdienern, dem Kirchenchor. Er bringt das Hoch auf Schülerprinz und Jungschützenkönig aus. Der König bedankt sich sehr sehr herzlich bei allen für die Unterstützung und für (s)ein schönes Königsjahr. Er bittet die Frauen die Männer zu begleiten, wenn sie nun gehen ein Los zu holen, das würde Glück bringen. Er bringt etwas wehmütig das letzte Hoch seiner Amtszeit auf die Bruderschaft und alles, was dazu gehört aus. Der Kommandant bedankt sich für die Durchführung des gestrigen Hauptfestzuges. Er wünscht allen Königskandidaten einen guten und glücklichen Schuß und endläßt uns mit dem üblichen: ''Ich bitte die Frauen Platz zu nehmen, Schützen! Stillgestanden, weggetreten''. Es folgt der Frühschoppen mit Blasmusik. Schießbetrieb.
Um 17:40 Uhr ruft Kommandant Peter Kissel die ersten Schützen
auf, das Königsvogelschießen beginnt.
Die Schützen, die um die Königswürde mitschießen möchten,
haben bis 17 Uhr ein Los gezogen. Die Nummer auf dem Los bestimmt
die Reihenfolge der Schützen. Bis der letzte Span von der Stange
geschoßen ist, wird Schuß auf Schuß abgegeben. Früher, als so
gut wie alle Mitglieder der Bruderschaft mitschossen, kamen die
Schützen meist nur ein-, höchstens zweimal an die Reihe. Heute
kommt man öfter dran...
Auf dem Programm steht 17:00 Uhr Königsvogelschießen. Meist fängt
es etwas später an. Die Ehrenschüsse hat Präses Michael Cziba. Er
schießt mit wenigen Schüssen Kopf und Krone des Vogel herunter. Die
folgenden Schützen schießen auf Flügel und Schweif, sie werden die
Ritter des neuen Königs. Jeweils drei Schützen werden vom
Kommandanten aufgerufen, kommen zum Hochstand und geben ihren Schuß
auf den Vogel ab.
Es hängt vom Holz, also dem Vogel, von der Kunst der Schützen und
vom ein wenig vom Glück ab. Nach 3 bis 7 Stunden und 57 bis 180
Schüs, fällt der letzte Rest von der Stange und die Flittarder
Bruderschaft hat einen neuen umjubelten Schützenkönig!
Gratulanten stürmen den Schießstand. Drei Böller krachen! Wir haben
einen neuen Schützenkönig. Auf den Schultern der
Schützen wird der neue König zur Flachbahn getragen.

Bilder vom Schützenfest 2001. Kaiser Franz Goracy mit Frau Uschi.
Gratulanten strömen, der König strahlt glücklich. Willi Heuser
paßt die alte Krone der Bruderschaft an den Kopf des neuen Königs an,
Adjutant Bernd Roggendorf macht sich mit der Krone auf den Weg zur
Königin. Die Presse schreibt Namen und Schußzahlen auf, befragt
Brudermeister, Pressewart und den neuen Schützenkönig. Von den
Frauen und dem Adjutanten begleitet, kommt die Königin auf den
Schützenplatz. Der Präses Michael Cziba hält eine kurze Rede und
bedankt sich bei dem scheidenden Königspaar. Der Brudermeister Thomas
Schmitz sagt auch ein paar freundliche Worte, läst drei Hochs auf das
neue Königspaar ausbringen. Die Königin krönt dann schließlich
ihren Mann. Ein spannendes Königsschießen ist zu Ende. Ein schöner
Abend. Ein glückliches Königspaar. Was will man mehr?
Schützenfestdienstag: Heukönigsschießen
Hier geht es etwas anders zu. Das ist in der Chronik beschrieben.
Immer lustig, immer nett und ne Menge Spaß ist dabei. Und auch hier sucht sich der Vogel sein Königspaar...



